Ein Portfolio Buch mit Fotoprints. Braucht man das überhaupt noch im digitalen Zeitalter? Diese Frage wird mir immer wieder gestellt und ich kann sie nur mit einem deutlichen „AUF JEDEN FALL“ beantworten.

Im digitalen Zeitalter haben in der Regel fast alle Fotografen ein iPad zum Präsentieren ihrer Fotos. Dies ist also nichts besonderes mehr und wird auch von den Kunden so wahrgenommen. Es ist halt Standard.

Für mein Portfoliobuch wähle ich 30 Fotos aus, die meine Bildsprache und meine Arbeitsbereiche wiederspiegeln. Schon allein sich die Zeit zu nehmen 30 Fotos aus der Masse der eigenen Fotos auszuwählen ist eine Herausforderung. Hierbei sollte man die Fotos unter folgenden Gesichtspunkten auswählen:

–       Repräsentieren die Fotos meine Arbeitsbereiche?

–       Ist mein Stil bzw. meine Bildsprache auf den Fotos ersichtlich?

–       Wenn ich unterschiedliche Arbeitsbereiche habe, habe ich sie in der richtigen Gewichtung ausgewählt?

–       Spiegeln die Fotos wieder für welche Jobs ich gebucht werden möchte?

Sich die Mühe zu machen, die Fotos auszuwählen führt häufig dazu sich konkreter und intensiver mit seinen Fotos und seiner Bildsprache auseinanderzusetzen.

Die besten Portfolios gibt es meiner Meinung nach bei Heiner Hauck: http://www.hhportfolios.com

Auch ich habe mein Portfolio dort fertigen lassen. Ich habe mich für ein DINA3 Querformat entschieden mit Lederprägung meines Logos. Da meine Kunden(Werbeagenturen und Zeitschriften) häufig Strecken sehen wollen und nicht nur einzelne Fotos. Meine Kunden möchten wissen, wie ich ein Thema in mehreren Fotos umsetze. Beim Querformat habe ich die Möglichkeit eine komplette Strecke auf einen Blick zu zeigen. Artbuyer von Werbeagenturen erkennen übrigens an der Haptik des Buchs sofort das es von Heiner Hauck ist.

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Ich drucke meine Fotoprints selber mit dem Tintenstrahldrucker EPSON STYLUS PRO 3880 auf Hahnemühle Papier und zwar dem Fine Art Papier Photo Rag® Duo(276 g/m² · 100% Baumwolle · weiß · beidseitig beschichtet). Das Fotopapier ist beidseitig bedruckbar. Ich lasse es von Heiner Hauck konfektionieren, so dass ich es in meinem Portfolio Buch einfügen kann. Die Fotoprints können in dem Portfoliobuch selber ausgetauscht werden, da man die Verschraubung des Portfolios selber öffnen kann.

Im digitalen Zeitalter sehe ich immer wieder, wie meine Kunden die Haptik der Fineart Prints genießen. Man muss sehr sorgfältig arbeiten, da auch kleinste Fehler, die z.B. bei einer Webdarstellung von 1000px durch das Format häufig kaschiert werden, im DINA3 Format sofort ins Auge stechen. Die Fotos werden viel hochwertiger wahrgenommen als z.B. auf einem iPad.

Wenn ich mehr als Standardpreise bei meinem Honorar erwarte, muss ich auch mehr als Standard in der Präsentation beim Kunden bieten.

Für mich gehört ein gedrucktes Portfolio zur Normalität eines Berufsfotografen. Ich kann mir ein Leben ohne nicht vorstellen und habe bisher nur positive Erfahrungen damit gemacht.

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